Mitmachen 02. Juni 2023

Volle Kanne Gartenspaß: Das erwartet dich im Juni im Beet und auf dem Balkon

Wasser marsch! Gießen ist nur eine von vielen Tätigkeiten, die kleine und große Gärtner*innen in der Junisonne erwartet. © Foto: Katharina Kühnel

Bei unserem Sommerprogramm fürs Beet und den Balkon darfst du ruhig ins Schwitzen kommen: Neben Wässern, Hacken und Jäten sowie Mulchen steht im Juni auch das Häufeln auf der To-do-Liste – sofern du Kartoffeln, Bohnen oder Mais gepflanzt und gesät hast. Außerdem geben wir dir Tipps gegen Starkregen – was gegen Nacktschnecken tun kannst, erfährst du in unserem separaten Artikel.

Jetzt sind zudem viele Keimlinge und Jungpflanzen mittlerweile groß genug zum Vereinzeln – so gibst du deinen Pflanzen mehr Platz zum Wachsen. Welches Gemüse du im Juni säen und ernten kannst, erfährst du in unserer Aussaat- und Ernte-Anleitung.

Wasser marsch!

Wenn es nicht gerade vom Himmel gießt, solltest du regelmäßig mit der Kanne nachhelfen. Am besten benutzt du dafür eine Gießkanne mit Brauseaufsatz. Hat es viel geregnet und hast du deine Beete gut gehackt, musst du seltener zur Kanne greifen. Über den grünen Daumen gepeilt gilt fürs Gartenbeet: Bei trockenem Wetter ein- bis zweimal die Woche wässern. Gärtnern deine Kinder mit, können sie dich mit kleinen 5- oder 2-Liter-Gießkannen unterstützen.

Wie viel Wasser du deinen Pflanzen gönnen solltest, hängt auch von den Wetterbedingungen ab. Wichtig ist, dass deine Erde in deinen Gemüsebeeten oder Balkonkästen stets leicht feucht bleibt – auch in der Tiefe. Überprüfen kannst du das, indem du einen Zeigefinger bis zum Ansatz in die Erde steckst.

Ausnahmen sind deine Kartoffel- und Zwiebelbeete: Die Knollen haben genug Feuchtigkeit gespeichert und brauchen daher bis zur Blüte kein zusätzliches Wasser.

eine Frau hält eine Gießkanne und gießt ein Hochbeet

Hochbeet und Balkon

Hochbeete und Balkonkästen richtig wässern

Im Sommer heizen sich die Holzwände der Hochbeete auf; die Kunststoffwände von Balkonkästen sogar noch stärker. Dadurch verdunstet viel Wasser. Prüfe daher im Sommer am besten täglich, ob die Erde in deinem Hochbeet oder Balkonkasten noch feucht ist, und wässere bei Bedarf nach. 

Mach Boden gut: Hacken und Jäten

Pack mit der Gießkanne gleich auch die Hacke aus: Wir empfehlen dir, deine Garten- und Hochbeete oder Pflanzkästen nach jedem Wässern gründlich zu hacken. Hat’s frisch geregnet, ist dies ebenfalls ein guter Zeitpunkt fürs Hacken, damit das Wasser möglichst tief zu den Wurzeln vordringen kann.

Bei trockenem Wetter erspart dir das Hacken mitunter das Jäten: Durch die Auflockerung des Bodens werden nämlich kleinere Unkräuter entwurzelt. An der Beetoberfläche vertrocknen sie dann, so dass du sie nicht mal einzusammeln brauchst.

Wetterextreme

Was tun bei Starkregen?

In einigen Regionen kommt es vermehrt zu Starkregen. Auch dann solltest du die Beetfläche oder die Erde in deinen Pflanzkästen und -kübeln gut lockern. Am besten bereits vor dem angekündigten Regen – so kann das Wasser gut absickern und zu den Wurzeln deiner Pflanzen gelangen.

Schüttet es besonders heftig, kann Schlamm vom Boden aufspritzen, der Blätter in Bodennähe von unten verklebt: Die Pflanzen können dann nicht mehr atmen. Entferne den Schlamm daher bei Jungpflanzen oder Pflanzen im Balkonkasten, indem du sie vorsichtig gießt oder mit einer Sprühflasche abbraust.

Nutze den Regen als Wasserspeicher

Anders als wir Menschen mögen Pflanzen leicht abgestandenes, lauwarmes Wasser richtig gern. Hast du genügend Platz im Garten oder auf einem unüberdachten Balkon, stelle große Eimer oder Regentonnen auf. Das aufgefangene, warme Regenwasser eignet sich prima zum Gießen. Das spart dir Wasserkosten und den Pflanzen einen Kälteschock vom kühlen Leitungswasser.

Wir hoffen natürlich, dass du von den starken Regenfällen oder gar Überschwemmungen nicht betroffen bist – und falls doch, wünschen wir dir schnelle Hilfe und Besserung!

eine Pflanze im Regen vor einem Gartenzaun aus Holz

Der Mulch macht's

Baust du Tomaten, Kürbisse, Gurken, Kartoffeln oder Mais an, dann heißt unser heißer Tipp fürs heiße Wetter: Mulchen! Starkzehrende Pflanzen – also Gemüsearten, die besonders viele Nährstoffe benötigen – profitieren bereits im Sommer von den Nährstoffen im Mulch, den du am besten um die Pflanzen herum auf den Beeten verteilst. Wie du am besten mulchst und woher du gutes Mulchmaterial bekommst, erfährst du in unserer Mulchanleitung.

Gut eingedämmt: So häufelst du Kartoffeln, Bohnen und Mais

Beim Häufeln bedeckst du bestimmte Gemüsearten mit etwas Erde, sodass kleine Dämme im Beet entstehen. Das hat je nach Art mehrere Vorteile:

Das erste Häufeln der Gartensaison gilt gewöhnlich den Kartoffeln, wenn 1 bis 2 Wochen nach der Pflanzung die ersten Triebe durch die Erde brechen. Ziehe mit der Hacke oder bloßen Händen etwas lockere Erde zu den Pflanzen hin, sodass nur noch die obersten Blätter aus der Erde gucken. 

So entsteht ein kleiner Damm in deinem Kartoffelbeet, der mehr Wärme speichern kann. Ein weiterer Vorteil: Gehäufelte Kartoffelpflanzen bilden mehr Knollen und weniger ungenießbares Solanin, da sie durch die Erde besser vor Tageslicht geschützt sind.

Wiederhole das Häufeln wöchentlich, bis der Damm etwa 20 Zentimeter hoch ist.  

Bei Bohnen und beim Mais sorgt das Häufeln ebenfalls für ein kräftigeres Wachstum. Schon bei der Aussaat drückst du die Samen in eine Rille, die dann nach dem Durchbrechen der Triebe nach und nach mit Erde gefüllt wird. Ist die Rille eingeebnet, kannst du weiter Erde anhäufeln und die jungen Pflanzen so zu einem stabileren Wachstum anregen.

Mehr Platz im Beet: So vereinzelst du Jungpflanzen

Hast du Pflanzen dichter ausgesät, als sie später stehen sollten? Dann solltest du sie vereinzeln, sobald alle Jungpflanzen aufgegangen sind.

Und so gehst du beim Vereinzeln vor:

  1. Wässere die ganze Reihe im Beet, Hochbeet oder im Pflanzkasten mit dem Brauseaufsatz – dadurch bekommst du die kleinen Pflanzen leichter aus der Erde. Ist dein Boden sehr trocken und locker, brauchst du vorher nicht zu gießen. 
  2. Lasse die größten und stärksten Pflanzen stehen und ziehe kleinere und schwächere Pflänzchen vorsichtig aus dem Boden. Abseits der Beete getrocknet, ergeben sie später prima Mulchmaterial! 
  3. Drücke danach den Boden um die übrig gebliebenen Pflanzen fest und gieße die Reihe erneut. 
  4. Schau bei jedem Beet-Check nach, ob weitere Pflanzen vereinzelt werden können. Sind die Jungpflanzen groß genug, kannst du die größeren Exemplare auch (teil)ernten und so mehr Platz für die Nachzügler lassen.

Nun haben die stärkeren Pflanzen mehr Platz und können ungehindert wachsen. In welchen Abständen die Pflanzen bei der Ernte stehen sollten, entnimmst du am besten den Angaben auf den Saatguttütchen.

Erfahre mehr über Gemüseanbau, Gärtnern mit Kindern und nachhaltiges Leben: