Mitmachen 02. August 2023

Jetzt wird gebuddelt: 12 Gemüsearten zum Säen und Ernten im August

Auch eine gelungene Ernte darf ruhig mal im Eimer sein: Neben Kartoffeln kannst du im August viele weitere Arten ernten – und bereits wieder säen. © Foto: Lena Giovanazzi

Der August bringt strahlende Sonne und strahlende Gärtner*innen, denn es darf wieder reichlich Gemüse gesät und geerntet werden. Es lohnt sich daher, die Sonnenstunden mit deinen Gemüsepflanzen auf Balkonien oder in Beethiopien zu verbringen. Diesmal mit dabei: einige Tipps, wie du dein Gemüse bei Hitze am besten lagerst falls du nicht schon auf dem Heimweg vom Beet alles wegnaschst!

Aussaat im August

Endivien | Feldsalat | Salat | Spinat | Zwiebeln

eine ausgewachsene Endivienpflanze in einem Hochbeet

Balkon, Hochbeet und Beet

Endivien

Endivien kannst du von Mitte Juni bis spätestens Mitte Juli aussäen.

Am besten geht das per Haufensaat: Vermische die Samen mit etwas feuchter Erde oder Sand, streue sie dünn über die Erde und drücke sie anschließend leicht fest. Sobald die Pflanzen zwei bis drei Blätter zeigen, kannst du sie vereinzeln.

Feldsalatpflanzen in einem Beet

Balkon, Hochbeet und Beet

Feldsalat

Feldsalat (auch Acker- oder Nüsslisalat genannt) kannst du im Freiland ab August aussäen, für die Überwinterung auch noch bis September.

Säe Feldsalat in einem sonnenbeschienenen Beet, Hochbeet oder Balkonkasten aus. Stecke dazu die Samen 1 bis 2 cm tief in die Erde. Damit die Pflanzen genügend Platz zum Wachsen haben, empfehlen wir dir einen Abstand von mindestens 5 cm zwischen den einzelnen Saatgutkörnern.

Zwei Hände halten einen geernteten Kopfsalat

Balkon, Hochbeet und Beet

Salat

Salat kannst du von März bis Mai und von August bis Oktober ins Freiland säen.

Streue die Samen in einer Reihe direkt auf den Boden oder in den Pflanzkasten. Bedecke das Saatgut anschließend mit etwas Erde, sodass es nicht mehr zu sehen ist – sonst gönnen sich vorbeifliegende Vögel einen Snack.

Alternativ kannst du das feine Salatsaatgut mit etwas handfeuchtem Sand mischen: Das sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung bei der Aussaat, und der helle Sand zeigt dir später an, wo du gesät hast.

Halte die Erde nach der Aussaat immer leicht feucht.

geerntete Spinatpflanzen in einem Korb

Balkon, Hochbeet und Beet

Spinat

Spinat kannst du sowohl im März und April als auch im Herbstanbau ab August säen. Möchtest du deinen Spinat später überwintern, ist sogar eine Aussaat bis Oktober möglich.

Säe die Samen in einer Reihe ungefähr 3 bis 4 cm tief und lasse dabei einen Abstand von etwa 3 bis 5 cm zwischen den Körnern. Im Beet sollten die Reihen etwa 30 cm Abstand zueinander haben, im Pflanzkasten hat ohnehin nur eine Reihe Platz.

Ist das Saatgut gekeimt, kannst du später auf einen etwas größeren Abstand von 5 bis 10 cm vereinzeln.

geerntete Zwiebeln

Hochbeet und Beet

Zwiebeln

Zwiebeln werden in der Regel als Steckzwiebeln gesteckt. Das geschieht am besten zwischen März und Mai oder bei Wintersteckzwiebeln im Oktober:

  • Wähle einen sonnigen Standort im Beet oder Hochbeet.
  • Lockere den Boden auf und bohre mit dem Finger ein Loch in den Boden.
  • Stecke die Steckzwiebeln mit den Keimen nach oben in den Boden, ohne sie dabei fest zu drücken. Die Zwiebel sollte gerade nicht mehr zu sehen sein und der Abstand zueinander etwa 5–10 cm betragen.
  • Wichtig: Nach der Aussaat brauchst du erst mal nicht zu wässern, da alle nötigen Nährstoffe in der Zwiebel gespeichert sind.

Gemüseernte im August

Von Bete bis Zwiebeln kannst du im August wieder reichlich ernten. Wässere die Reihen vor und nach der Ernte ausgiebig und hacke den Boden nach dem Versickern noch ein mal. So kann sich die Erde besser regenerieren – und darüber freuen sich deine Gemüsepflanzen im nächsten Jahr!

Bete | Bohnen | Endivie | Erbsen | Gemüsekohl | Gurken | Kartoffeln/Erdäpfel | Kürbis | Mais | Möhren/Karotten | Radieschen | Salat | Tomaten/Paradeiser | Zwiebeln

eine Hand hält zwei Beterüben am Laub über einem bewachsenen Beet

Ernte

Bete

Bete kannst du ab Juli bis zum Frost ernten – ungefähr drei Monate nach der Aussaat oder sobald die Rüben mindestens Golfballgröße erreicht haben. Greife die Pflanze ganz unten am Blattansatz und ziehe sie mitsamt der Rübe aus der Erde.

Dabei brauchst du die Blätter nicht wegzuwerfen: Gut gewaschen kannst du sie wie Mangold oder Spinat verwenden – lecker!

eine Hand mit mehreren grünen Bohnenhülsen

Ernte

Bohnen

Bohnen kannst du je nach Sorte als Brech- oder Trockenbohnen ernten:

  • Brech- oder Buschbohnen sind ab Juli bis Oktober erntereif, also ungefähr sechs Wochen nach der Aussaat. Mach dazu den Brechtest: Lassen sich die Früchte (Hülsen) leicht durchbrechen und hinterlassen dabei eine saftige Bruchstelle, sind sie reif. Knipse die Hülsen vorsichtig mit den Fingern ab. Von den meisten Pflanzen kannst du mehr als einmal ernten, da sie weiterwachsen.
  • Erntest du sie lieber als Trockenbohnen (um nur die Samen zu essen), sind sie frühestens drei Monate nach Aussaat erntereif – in der Regel ab August/September. Das erkennst du daran, dass die Hülsen schon trocken sind und die Pflanze bereits abzusterben beginnt. Zupfe die Früchte vorsichtig von der Pflanze, da die trockenen Hülsen leicht aufplatzen.

Wichtig: Verzehre Bohnen immer gegart! Im rohen Zustand enthalten sie Giftstoffe, die erst durch Erhitzen zerstört werden.

© Foto: Nadine Stenzel

eine ausgewachsene Endivienpflanze in einem Hochbeet

Ernte

Endivie

Je nach Aussaatzeitpunkt kannst du Endivien ab August bis zum ersten Frost ernten. Für eine fortlaufende Teilernte zupfst du die äußeren Blätter direkt beim Sprossansatz ab.

Möchtest du den ausgewachsenen Salatkopf (Rosette) ernten, schneide ihn mit einem Messer knapp über der Wurzel ab. Wie groß ein ausgewachsener Salatkopf werden kann, hängt von der Sorte ab. Vergleiche dazu am besten mit dem Foto vom Saatguttütchen oder recherchiere kurz im Internet.

Hand mit Erbsen

Ernte

Erbsen

Erbsen kannst du ungefähr 3 Monate nach der Aussaat ernten. Mach dazu den Fühltest: Kannst du die Samen deutlich durch die Hülsen ertasten, brich oder schneide die Hülsen mitsamt dem Stiel ab. Je jünger du sie erntest, desto süßer schmecken sie!

© Foto: Nadine Stenzel

Kohlkopf im Beet

Ernte

Gemüsekohl

Blatt- und Weißkohlpflanzen sind erntereif, wenn die Köpfe schön fest sind und auf leichten Druck mit dem Daumen nicht nachgeben. Ernte die Köpfe, indem du sie knapp über dem Boden abschneidest.

Palmkohl kannst du fortlaufend ernten, sobald die äußersten Blätter ca. 10 cm lang sind. Jüngere Blätter schmecken zarter, größere sind ergiebiger. Brich die äußersten Blätter direkt am Strunk ab, verwende größere Blätter aber ohne die harte Mittelrippe (die ergibt super Mulchmaterial).

eine Hand hält eine Gurke, eine andere schneidet sie mit einem Messer ab

Ernte

Gurken

Gurken kannst du von Juli bis September ernten. Je nach Art wachsen die Früchte zu unterschiedlicher Größe heran: Vergleiche am besten mit einem Foto der ausgesäten Art – zum Beispiel mit dem auf dem Saatguttütchen.

Jung sind Gurken ebenfalls essbar, aromatischer schmecken sie aber, wenn du sie etwas wachsen lässt. Zum Ernten kappe die grünen Früchte direkt am Fruchtstiel mit einem Messer.

© Foto: Anna Meyer-Kahlen

eine Hand hält eine Kartoffelpflanze mit mehreren Knollen

Ernte

Kartoffeln / Erdäpfel

Je nach Sorte sind Kartoffeln frühestens 80 bis 90 Tage nach der Pflanzung erntereif. Frühkartoffeln kannst du schon ab Juli ernten, spätere Kartoffeln (die besser lagerfähig sind) noch im Oktober. Den richtigen Erntezeitpunkt verraten dir die Blätter: Ist das Laub gelb gefärbt und beginnt abzusterben, sind die Knollen voll ausgereift.

So erntest du die leckeren Knollen: Stich mit etwas Abstand von der Pflanze mit einem Spaten in die Erde und fasse die Pflanze am welken Kraut. Hebe die Knollen mit der Pflanze aus dem Boden und durchsuche anschließend die Erde nach abgefallenen Knollen.

Achtung: Grüne Stellen solltest du vor dem Verzehr unbedingt ausschneiden. Alle grünen Pflanzenteile der Kartoffel enthalten nämlich das giftige Solanin.

Ernte einer Kürbispflanze mit einem Messer

Ernte

Kürbis

Vom Kürbis kannst du ab Juli die leckeren Blüten und unreifen Früchte ernten, die reifen Früchte bis Oktober.

Kürbisblüten kannst du am Blütenansatz abschneiden und gut gewaschen genießen – zum Beispiel im Teigmantel gebacken.

Die ausgewachsenen Früchte schneidest du ungefähr 5 cm über dem Stiel ab, damit sich der Kürbis besser hält. Nutze dafür je nach Stielstärke ein Messer oder eine Gartenschere. Möchtest du Kürbisse lagern, sollten sie ausgereift und unverletzt sein. Gut gewaschen, getrocknet und kühl gelagert halten sie sich bis zum Jahresende.

© Foto: Laurent Hoffmann für Acker e. V.

zwei Hände betasten einen Maiskolben

Ernte

Mais

Je nach Sorte ist dein Mais zwischen Juli bis Oktober erntereif.

Zuckermais ist reif, wenn sich die Fäden der Blüten braun färben und vertrocknen. Die erntereifen Kolben kannst du nun einfach von der Pflanze abbrechen.

Popcornmais erntest du am besten, wenn die Blätter um den Kolben vertrocknet sind. Brich den Kolben ab und schlage die Blätter nach hinten um. So kannst du die Blätter einfach verknoten und den Kolben zum Trocknen daran aufhängen.

© Foto: Laurent Hoffmann für Acker e. V.

eine Hand zieht eine Möhre aus der Erde

Ernte

Möhren / Karotten

Je nach Aussaatzeitpunkt kannst du Möhren von Juli bis November ernten. Wässere den Boden vor der Ernte, dann kannst du die Rüben aus der Erde ziehen. Drehe das Grün gleich nach der Ernte ab, damit die Möhren knackig bleiben.

Das Möhrengrün kannst du gut gewaschen für Gemüsesmoothies oder Pesto verwenden.

© Foto: Nadine Stenzel

eine Hand hält ein Bund Radieschen

Ernte

Radieschen

Radieschen sind ungefähr 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat erntereif. Die Knollen sollten oben schon etwas aus der Erde gucken und je nach Sorte ungefähr Tischtennisballgröße haben. Lass es knacken!

Zwei Hände halten einen Salatkopf

Ernte

Salat

Salate kannst du bereits als zarte Pflänzchen genießen – auch „Baby Leaf“ genannt. Die jungen, nur wenige Wochen alten Blätter sind dann besonders zart.

Pflück- oder Schnittsalate bilden keinen festen Kopf, sondern lockere Blattrosetten aus. Ernte sie nach und nach, indem du immer wieder die äußeren, ausgewachsenen Blätter pflückst. So hast du immer wieder leckeren Salatnachschub, bis die Pflanze zu schossen beginnt, also nur noch in die Höhe wächst – und die Blätter bitter werden.

Kopfsalate kannst du am Stück ernten. Ist der ausgewachsene Salatkopf druckfest, schneide ihn mit einem Messer knapp über dem Boden ab.   

rote und violette Tomatenfrüchte in zwei Händen

Ernte

Tomaten / Paradeiser

Die vollreifen Früchte kannst du je nach Art und Pflanzzeitpunkt von Juli bis Oktober ernten. Da unterschiedliche Sorten auch unterschiedliche Farben haben können, vergleiche die Früchte am besten mit einem Foto deiner angebauten Sorte – zum Beispiel mit dem auf dem Saatguttütchen.

Weist die Tomate grüne Stellen auf, ernte sie noch nicht, denn dann enthält sie noch das giftige Solanin – eine Ausnahme bilden grüne Sorten. Hier hilft der Drucktest: Geben die Früchte auf leichten Druck mit dem Daumen etwas nach, sind sie reif. Pflücke oder schneide sie dann ab, indem du einen Teil des Stiels an der Frucht lässt.

© Foto: Lena Giovanazzi

diverse Zwiebeln und Schalotten auf einem Ackerboden

Ernte

Zwiebeln

Je nach Saat- und Pflanzzeitpunkt kannst du Zwiebeln von Mai bis Oktober ernten. Erntereif sind sie, wenn das Laub gelb wird und einzutrocknen beginnt. Ziehe die Zwiebeln dann am Laub aus der Erde und schüttele die Erde ab.

Zur Nachreife solltest du die Zwiebeln entweder direkt auf dem Beet oder an einem vor Regen geschützten, trockenen Ort abreifen lassen. Nach einigen Tagen streifst du das dürre Laub von den getrockneten Zwiebeln ab und kannst sie entweder gleich zubereiten oder kühl und luftig für den Winter lagern.

Gurken, Möhren und Paprika, teilweise in Gemüsenetzen

Lebensmittelabfälle vermeiden

So lagerst du dein Gemüse im Sommer

Die Hitze macht viele Gemüsearten schneller verderblich. Achte daher auf möglichst kurze Transportwege – egal, ob du dein Gemüse vom eigenen Garten oder vom Supermarkt nach Hause transportierst. Lagere dein Gemüse am besten in luftdurchlässigen Gemüsenetzen oder ganz unverpackt: Unter Plastikfolie sammelt sich nämlich Kondenswasser, und Tomaten & Co. fangen bald an zu schimmeln.

Zwiebeln und Kartoffeln sind im Keller mit wenig Licht und viel Luft gut aufgehoben. Ist es richtig heiß, kannst du auch empfindlichere Gemüsearten wie Gurken, Zucchini, Paprika und Tomaten kurzfristig im Kühlschrank lagern. Achte aber darauf, sie bald zu verbrauchen – aber leckeres Gemüse aus eigenem Anbau landet ja meistens sowieso gleich auf dem Teller!

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