Mitmachen 08. Januar 2024

Start ins neue Gartenjahr: Das gibt‘s im Januar zu tun

Frisch aufgegabelt: Beim Mulchwenden wird dir auch bei kühlen Temperaturen richtig warm! Acker e. V.

Du möchtest die Feiertagskalorien loswerden und deinem Beet oder Hochbeet was Gutes tun? Dann pack die Heugabel aus und starte frisch ins Gartenjahr!

Mulch wenden | Was tun bei Frost? | Feldsalat und Pastinaken ernten

Mulch wenden

Hast du dein Beet oder Hochbeet gemulcht? Dann solltest du die Mulchschicht mindestens ein Mal im Monat wenden. Hat es geschneit, kannst du allerdings warten, bis der Schnee geschmolzen ist: Die Schneedecke wirkt wie eine isolierende Schutzschicht.

Zum Mulchwenden im Beet greifst du am besten zu einer Heu- oder Mistgabel, packst eine möglichst große Ladung Mulch auf die Gabel und drehst sie dann, so dass der Mulch nach unten wieder aufs Beet fällt. Im Hochbeet kannst du die Mulchschicht auch mit Handschuhen lockern und wenden.

Ein Junge im Kindergartenalter schaut aufmerksam durch eine transparente Kunststoffbox mit Vergrößerungsglas im Deckel

Gärtnern mit Kindern

Mikro-Safari im Mulch

Nimm deine Kinder mit auf Entdeckungsreise ins Mulchbeet! Nehmt eine Hand voll gut angerotteten Mulch und schaut genau hin: Welche Lebewesen könnt ihr erkennen? Für besonders kleine Tiere wie Käfer, Springschwänze nutzt am besten ein Vergrößerungsglas. Gebt sie danach gleich wieder zurück in den Mulch – dort fühlen sie sich am wohlsten.

So lernen die Kinder nicht nur neue Tierarten kennen, sondern auch den Naturkreislauf im Beet: Die oft winzig kleinen Mikroorganismen lassen sich den Mulch schmecken und zersetzen dabei das Pflanzenmaterial. Daraus entstehen Nährstoffe, über die sich euer Gemüse im Frühjahr freut – und ihr später über eine fette Ernte!

© Foto: Ulrike Schacht

Kein Frust bei Frost

Wintergemüse steckt Kälte in der Regel gut weg – bei länger anhaltenden Frostphasen kann es jedoch auch bei winterharten Pflanzen zu Frostschäden kommen.

Baust du auch im Winter Gemüse im Freien an, dann informiere dich am besten, welche Tiefsttemperatur die Gemüsearten vertragen. Wird es zu kalt, solltest du sie rechtzeitig ernten oder – wenn möglich – umtopfen und in die Wohnung oder ins Gewächshaus holen.

Mit einem Gartenvlies oder einer Kunststoffbox kannst du den Temperaturschock etwas abmildern: Wähle die Box groß genug, damit die Pflanze nicht beschädigt wird und transparent – so kann dein Gemüse jeden Strahl Wintersonne genießen.

Frostschäden erkennst du meist an dunkel verfärbten Blättern. Es kann sein, dass sich Pflanzen bei wärmeren Temperaturen wieder erholen. Bleiben die Blätter allerdings braun und schlaff, solltest du sie entfernen, da sie anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind.

Ernten im Januar

Auch im Januar bietet dir dein Garten, Hochbeet oder Balkon pflanzliche Leckerbissen – sofern du diese Gemüsearten angebaut hast:

Frische, grüne Feldsalatpflanzen in einem Gemüsebeet

Ernte

Feldsalat / Ackersalat

Feld- oder Ackersalat kannst du je nach Aussaatzeitpunkt von Oktober bis März ernten. Das winterharte Gemüse übersteht sogar Fröste von bis zu -10 °C.

Ernte die Rosetten im Ganzen, indem du sie knapp oberhalb des Bodens mit einem kleinen Messer abschneidest. Lasse dabei einen kurzen Wurzelansatz stehen, damit die Rosette nicht auseinanderfällt.

geerntete Pastinaken

Ernte

Pastinake

Pastinaken kannst du von Oktober bis März ernten. Gut gemulcht vertragen sie auch leichte Fröste und können den ganzen Winter über in der Erde bleiben.

Benutze zur Ernte eine Grabegabel oder einen Spaten, ohne die Rüben zu beschädigen. Anschließend kannst du das Laub abdrehen und die Wurzelspitze abschneiden.

Zum Lagern empfehlen wir dir, die Rüben in feuchte Tücher oder Küchenkrepp einzuwickeln – so halten sie sich bis zu 3 Wochen im Kühlschrank.

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