Mitmachen 01. September 2023

20 Gemüsearten zum Säen und Ernten im September

Die Palmkohlernte im Beet – oder auch: Kurzurlaub unter Palmen. © Foto: Lena Giovanazzi

Einige Gemüsearten kannst du schon oder schon wieder säen, und da die Ernte so richtig in die Vollen geht, haben wir diesmal wieder eine große Auswahl an Gemüse mit Erntetipps für dich vorbereitet. Nun aber nichts wie ran an die Beete und Balkonkästen, Hände in die Erde und raus mit dem prächtigen Gemüse!

Diese Gemüsearten kannst du im September säen

Feldsalat (Ackersalat) | Salat | Spinat

Feldsalatpflanzen in einem Beet

Balkon, Hochbeet und Beet

Feldsalat

> einfach im Anbau  

Egal, ob er in deiner Region Feldsalat, Acker-, Nüssli-, Mausohr, Vogerlsalat oder gar Rapunzel heißt: Der Winterklassiker wächst auch bei niedrigen Temperaturen und auf nährstoffarmen Böden – dabei liefert er dir wertvolle Folsäure und doppelt so viel Vitamin C wie ein Kopfsalat! 

Wann und wo aussäen?

  • Ab August im Freiland, für die Überwinterung auch noch bis September 
  • Wähle einen sonnenbeschienenen Ort im Beet, Hochbeet oder auf dem Balkon. 

So säst du Feldsalat aus:

  • Stecke die Samen 1 bis 2 cm tief in die Erde. Lass dabei mindestens 5 cm Abstand zwischen den einzelnen Saatgutkörnern. 
  • Jäte und hacke regelmäßig. 
Zwei Hände halten einen geernteten Kopfsalat

Balkon, Hochbeet und Beet

Salat

Salat kannst du von März bis Mai und von August bis Oktober ins Freiland säen.

Streue die Samen in einer Reihe direkt auf den Boden oder in den Pflanzkasten. Bedecke das Saatgut anschließend mit etwas Erde, sodass es nicht mehr zu sehen ist – sonst gönnen sich vorbeifliegende Vögel einen Snack.

Alternativ kannst du das feine Salatsaatgut mit etwas handfeuchtem Sand mischen: Das sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung bei der Aussaat, und der helle Sand zeigt dir später an, wo du gesät hast.

Halte die Erde nach der Aussaat immer leicht feucht.

geerntete Spinatpflanzen in einem Korb

Balkon, Hochbeet und Beet

Spinat

Spinat kannst du sowohl im März und April als auch im Herbstanbau ab August säen. Möchtest du deinen Spinat später überwintern, ist sogar eine Aussaat bis Oktober möglich.

Säe die Samen in einer Reihe ungefähr 3 bis 4 cm tief und lasse dabei einen Abstand von etwa 3 bis 5 cm zwischen den Körnern. Im Beet sollten die Reihen etwa 30 cm Abstand zueinander haben, im Pflanzkasten hat ohnehin nur eine Reihe Platz.

Ist das Saatgut gekeimt, kannst du später auf einen etwas größeren Abstand von 5 bis 10 cm vereinzeln.

eine Hand hält zwei Beterüben am Laub über einem bewachsenen Beet

Ernte

Bete

Bete kannst du ab Juli bis zum Frost ernten – ungefähr drei Monate nach der Aussaat oder sobald die Rüben mindestens Golfballgröße erreicht haben. Greife die Pflanze ganz unten am Blattansatz und ziehe sie mitsamt der Rübe aus der Erde.

Dabei brauchst du die Blätter nicht wegzuwerfen: Gut gewaschen kannst du sie wie Mangold oder Spinat verwenden – lecker!

eine Hand mit mehreren grünen Bohnenhülsen

Ernte

Bohnen

Bohnen kannst du je nach Sorte als Brech- oder Trockenbohnen ernten:

  • Brech- oder Buschbohnen sind ab Juli bis Oktober erntereif, also ungefähr sechs Wochen nach der Aussaat. Mach dazu den Brechtest: Lassen sich die Früchte (Hülsen) leicht durchbrechen und hinterlassen dabei eine saftige Bruchstelle, sind sie reif. Knipse die Hülsen vorsichtig mit den Fingern ab. Von den meisten Pflanzen kannst du mehr als einmal ernten, da sie weiterwachsen. Ernte Buschbohnen möglichst bald, denn so bilden sie neue Blüten und Hülsen – und du hast länger etwas von deinen Pflanzen.
  • Erntest du sie lieber als Trockenbohnen (um nur die Samen zu essen), sind sie frühestens drei Monate nach Aussaat erntereif – in der Regel ab August/September. Das erkennst du daran, dass die Hülsen schon trocken sind und die Pflanze bereits abzusterben beginnt. Zupfe die Früchte vorsichtig von der Pflanze, da die trockenen Hülsen leicht aufplatzen.

Wichtig: Verzehre Bohnen immer gegart! Im rohen Zustand enthalten sie Giftstoffe, die erst durch Erhitzen zerstört werden.

© Foto: Nadine Stenzel

eine ausgewachsene Endivienpflanze in einem Hochbeet

Ernte

Endivie

Je nach Aussaatzeitpunkt kannst du Endivien ab August bis zum ersten Frost ernten. Für eine fortlaufende Teilernte zupfst du die äußeren Blätter direkt beim Sprossansatz ab.

Möchtest du den ausgewachsenen Salatkopf (Rosette) ernten, schneide ihn mit einem Messer knapp über der Wurzel ab. Wie groß ein ausgewachsener Salatkopf werden kann, hängt von der Sorte ab. Vergleiche dazu am besten mit dem Foto vom Saatguttütchen oder recherchiere kurz im Internet.

Kohlkopf im Beet

Ernte

Gemüsekohl

Blatt- und Weißkohlpflanzen sind erntereif, wenn die Köpfe schön fest sind und auf leichten Druck mit dem Daumen nicht nachgeben. Ernte die Köpfe, indem du sie knapp über dem Boden abschneidest.

Palmkohl kannst du fortlaufend ernten, sobald die äußersten Blätter ca. 10 cm lang sind. Jüngere Blätter schmecken zarter, größere sind ergiebiger. Brich die äußersten Blätter direkt am Strunk ab, verwende größere Blätter aber ohne die harte Mittelrippe (die ergibt super Mulchmaterial).

eine Hand hält eine Gurke, eine andere schneidet sie mit einem Messer ab

Ernte

Gurken

Gurken kannst du von Juli bis September ernten. Je nach Art wachsen die Früchte zu unterschiedlicher Größe heran: Vergleiche am besten mit einem Foto der ausgesäten Art – zum Beispiel mit dem auf dem Saatguttütchen.

Jung sind Gurken ebenfalls essbar, aromatischer schmecken sie aber, wenn du sie etwas wachsen lässt. Zum Ernten kappe die grünen Früchte direkt am Fruchtstiel mit einem Messer.

© Foto: Anna Meyer-Kahlen

eine Hand hält eine Kartoffelpflanze mit mehreren Knollen

Ernte

Kartoffeln / Erdäpfel

Je nach Sorte sind Kartoffeln frühestens 80 bis 90 Tage nach der Pflanzung erntereif. Frühkartoffeln kannst du schon ab Juli ernten, spätere Kartoffeln (die besser lagerfähig sind) noch im Oktober. Den richtigen Erntezeitpunkt verraten dir die Blätter: Ist das Laub gelb gefärbt und beginnt abzusterben, sind die Knollen voll ausgereift.

So erntest du die leckeren Knollen: Stich mit etwas Abstand von der Pflanze mit einem Spaten in die Erde und fasse die Pflanze am welken Kraut. Hebe die Knollen mit der Pflanze aus dem Boden und durchsuche anschließend die Erde nach abgefallenen Knollen.

Achtung: Grüne Stellen solltest du vor dem Verzehr unbedingt ausschneiden. Alle grünen Pflanzenteile der Kartoffel enthalten nämlich das giftige Solanin.

Ernte einer Kürbispflanze mit einem Messer

Ernte

Kürbis

Vom Kürbis kannst du ab Juli die leckeren Blüten und unreifen Früchte ernten, die reifen Früchte bis Oktober.

Kürbisblüten kannst du am Blütenansatz abschneiden und gut gewaschen genießen – zum Beispiel im Teigmantel gebacken.

Die ausgewachsenen Früchte schneidest du ungefähr 5 cm über dem Stiel ab, damit sich der Kürbis besser hält. Nutze dafür je nach Stielstärke ein Messer oder eine Gartenschere. Möchtest du Kürbisse lagern, sollten sie ausgereift und unverletzt sein. Gut gewaschen, getrocknet und kühl gelagert halten sie sich bis zum Jahresende.

© Foto: Laurent Hoffmann für Acker e. V.

Lauchpflanzen in einem Gemüsebeet

Ernte

Lauch / Porree

Ernte deinen Lauch oder Porree nach Bedarf ab September bis Ende Oktober (Spätherbst). Wintersorten kannst du sogar bis März auf dem Beet stehen lassen, solltest dort dann aber nicht mulchen.

So erntest du Lauch: Ist die Pflanze mindestens 3 cm dick, stich die Erde rundherum ein und lockere sie etwas auf, damit du den Lauch mitsamt der Wurzel leicht herausziehen kannst. Die Wurzeln und äußeren, verwelkten Blätter eignen sich hervorragend als Mulchmaterial.

zwei Hände betasten einen Maiskolben

Ernte

Mais

Je nach Sorte ist dein Mais zwischen Juli bis Oktober erntereif.

Zuckermais ist reif, wenn sich die Fäden der Blüten braun färben und vertrocknen. Die erntereifen Kolben kannst du nun einfach von der Pflanze abbrechen.

Popcornmais erntest du am besten, wenn die Blätter um den Kolben vertrocknet sind. Brich den Kolben ab und schlage die Blätter nach hinten um. So kannst du die Blätter einfach verknoten und den Kolben zum Trocknen daran aufhängen.

© Foto: Laurent Hoffmann für Acker e. V.

die Hand eines Erwachsenen und die Hand eines Kindes halten geerntete Mangoldblätter

Ernte

Mangold

Mangold ist ab Juli/August bis zum ersten Frost erntereif. Ernte immer zuerst die äußeren, größeren Blätter, da sie von innen laufend nachwachsen. So sorgst du für regelmäßigen Mangoldnachschub.

Die ausgewachsenen Blätter kannst du samt Stiel direkt am Blattansatz abbrechen oder -schneiden.

© Foto: Nadine Stenzel

eine Hand zieht eine Möhre aus der Erde

Ernte

Möhren / Karotten

Je nach Aussaatzeitpunkt kannst du Möhren von Juli bis November ernten. Wässere den Boden vor der Ernte, dann kannst du die Rüben aus der Erde ziehen. Drehe das Grün gleich nach der Ernte ab, damit die Möhren knackig bleiben.

Das Möhrengrün kannst du gut gewaschen für Gemüsesmoothies oder Pesto verwenden.

© Foto: Nadine Stenzel

eine Hand hält ein Bund Radieschen

Ernte

Radieschen

Radieschen sind ungefähr 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat erntereif. Die Knollen sollten oben schon etwas aus der Erde gucken und je nach Sorte ungefähr Tischtennisballgröße haben. Lass es knacken!

Zwei Hände halten einen Salatkopf

Ernte

Salat

Salate kannst du bereits als zarte Pflänzchen genießen – auch „Baby Leaf“ genannt. Die jungen, nur wenige Wochen alten Blätter sind dann besonders zart.

Pflück- oder Schnittsalate bilden keinen festen Kopf, sondern lockere Blattrosetten aus. Ernte sie nach und nach, indem du immer wieder die äußeren, ausgewachsenen Blätter pflückst. So hast du immer wieder leckeren Salatnachschub, bis die Pflanze zu schossen beginnt, also nur noch in die Höhe wächst – und die Blätter bitter werden.

Kopfsalate kannst du am Stück ernten. Ist der ausgewachsene Salatkopf druckfest, schneide ihn mit einem Messer knapp über dem Boden ab.   

Spinatblätter in einem Topf in der Küche

Ernte

Spinat

Spinat kannst du schon wenige Wochen nach der Aussaat ernten. Die jungen "Baby Leaf"-Blätter sind dann besonders zart. Möchtest du deine Spinatpflanzen regelmäßig ernten, entnimm nur die äußeren, größeren Blätter.

rote und violette Tomatenfrüchte in zwei Händen

Ernte

Tomaten / Paradeiser

Die vollreifen Früchte kannst du je nach Art und Pflanzzeitpunkt von Juli bis Oktober ernten. Da unterschiedliche Sorten auch unterschiedliche Farben haben können, vergleiche die Früchte am besten mit einem Foto deiner angebauten Sorte – zum Beispiel mit dem auf dem Saatguttütchen.

Weist die Tomate grüne Stellen auf, ernte sie noch nicht, denn dann enthält sie noch das giftige Solanin – eine Ausnahme bilden grüne Sorten. Hier hilft der Drucktest: Geben die Früchte auf leichten Druck mit dem Daumen etwas nach, sind sie reif. Pflücke oder schneide sie dann ab, indem du einen Teil des Stiels an der Frucht lässt.

© Foto: Lena Giovanazzi

diverse Zwiebeln und Schalotten auf einem Ackerboden

Ernte

Zwiebeln

Je nach Saat- und Pflanzzeitpunkt kannst du Zwiebeln von Mai bis Oktober ernten. Erntereif sind sie, wenn das Laub gelb wird und einzutrocknen beginnt. Ziehe die Zwiebeln dann am Laub aus der Erde und schüttele die Erde ab.

Zur Nachreife solltest du die Zwiebeln entweder direkt auf dem Beet oder an einem vor Regen geschützten, trockenen Ort abreifen lassen. Nach einigen Tagen streifst du das dürre Laub von den getrockneten Zwiebeln ab und kannst sie entweder gleich zubereiten oder kühl und luftig für den Winter lagern.

Erfahre mehr über Gemüseanbau, Gärtnern mit Kindern und nachhaltiges Leben: