Grenzenlos Gärtnern mit der Grundschule Haldenwang – Hier wächst mehr als Gemüse
Die Grundschule Haldenwang zeigt, wie nachhaltiges Lernen aussieht – mit Herz, Spaten und grenzenloser Begeisterung fürs Ackern Julia Huber
Mit den eigenen Händen erleben, woher das Essen auf unseren Teller kommt – immer noch viel zu wenig Kinder haben Zugang zu einem naturnahen Bildungsort, auch in ländlichen Regionen wie dem Allgäu.
Dabei wächst auf den Äckern der GemüseAckerdemie viel mehr als nur Gemüse, sondern auch Gemeinschaftsgefühl, Verantwortungsbewusstsein und Stolz. Diesen Stolz teilen auch die beiden engagierten Lehrerinnen der Grundschule Haldenwang. „Wir haben das hier aus dem Boden gestampft”, strahlt Gabi, die im Kollegium für ihren grünen Daumen geschätzt wird und das Bildungsprogramm gemeinsam mit ihrer Kollegin Julia umsetzt.
Auch aus dem Rathaus gibt es Unterstützung. So ließ es sich Josef Wölfle, Bürgermeister von Haldenwang, nicht nehmen, an einer Pflanzung vor Ort teilzunehmen. Er ist begeistert von dem tatkräftigen Einsatz: „Ich finde das eine ganz tolle Sache. Bewundernswert, wie gut das gemacht und vorbereitet ist. Ein weiterer Baustein für unsere Umweltprojekte vor Ort.”
Bürgermeister Josef Wölfle bei der Pflanzung Julia Huber
Auf dem Acker lernen die Schüler*innen, sich abzusprechen. Sie helfen sich unaufgefordert, spornen sich gegenseitig an, bilden Teams und arbeiten zielgerichtet zusammen. Das stärkt den Klassenverband.
Gutes Teamwork ist vor allem bei den Pflanzungen gefragt. AckerCoachinnen Saskia und Lisa sorgen an diesen besonderen Tagen mit Herz und Spaten dafür, dass jede Pflanze an ihren Platz kommt. Und mehr: Sie bringen Gemüsewissen, Geschichten und viel Begeisterung mit.
Julia Huber
Julia Huber
Julia Huber
Ehrenamt verbindet. Gerade im ländlichen Raum sind Ehrenamtliche mit besonderen Herausforderungen, wie weiten Strecken und langen Fahrten, konfrontiert. Trotzdem engagieren sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz ca. 40 % der Bevölkerung regelmäßig ehrenamtlich in ihrem Land.
Die Initiative „Grenzübergreifend Ackern“ möchte das ändern. Hier setzt die Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein an: Durch gemeinsame Lerngarten-Projekte an der Schnittstelle der Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz soll die Region gestärkt werden und das Naturbewusstsein unserer Kinder.
Ehrenamtliche werden gefördert, vernetzt und begleitet – für eine starke Ehrenamts-Community, die voneinander lernt und gemeinsam wächst.
Interreg ist ein Regionalprogramm der Europäischen Union zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit. Ziele des Programms sind mehr Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Beschäftigung und Bildung. Gleichzeitig werden Umwelt‑, Energie‑ und Verkehrsthemen angegangen. Darüber hinaus soll das gemeinsame Natur- und Kulturerbe der Grenzregion noch an Attraktivität gewinnen.
Das Projekt wird im Rahmen des Programms Interreg „Alpenrhein – Bodensee – Hochrhein“ über drei Jahre mit rund 461.000 Euro gefördert.
Acker e.V.