Acker stellt FachschulAckerdemie auf dem DGE-Kongress vor
Kristin Bothor und Dr. Jana Fischer von Acker stellen die FachschulAckerdemie auf dem DGE-Kongress vor. Acker e. V.
Wie gestalten wir Ernährungsbildung so, dass sie dauerhaft im Bildungssystem verankert werden kann? Mit dieser Frage war Acker vom 11. bis 13. März 2026 auf dem Kongress der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) vertreten.
Im Rahmen einer Posterpräsentation im Bereich Ernährungsbildung stellte Acker das IN FORM Projekt FachschulAckerdemie vor – ein praxisorientiertes Qualifizierungsmodell für die Ausbildung angehender Erzieher*innen.
Früh ansetzen: Pädagog*innen-Ausbildung als Hebel für Systemwandel in der Ernährungsbildung
Kitas und Schulen sind zentrale Orte für die Entwicklung von Ernährungskompetenzen. Hier prägen sich Routinen, Einstellungen und die Wertschätzung von Lebensmitteln. Ob und wie Ernährungsbildung im Alltag umgesetzt wird, hängt maßgeblich von den pädagogischen Fachkräften ab. Genau hier setzt Acker strategisch an: Nicht nur in Kitas und Schulen selbst, sondern bereits in der Ausbildung zukünftiger Pädagog*innen.
Mit der FachschulAckerdemie bringen wir Gemüseanbau, Ernährungskompetenz und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) direkt in die Erzieher*innenausbildung. Angehende Fachkräfte bauen auf dem eigenen FachschulAcker bis zu 30 Gemüsearten an, reflektieren ihr Ernährungsverhalten und erwerben fachliche sowie didaktische Kompetenzen, um Ernährungsbildung später eigenständig in Kitas umzusetzen. Die FachschulAckerdemie wird im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert.
Parallel verfolgen wir mit der CampusAckerdemie einen vergleichbaren Ansatz in der Lehrkräftebildung: Auch hier geht es darum, zukünftige Lehrer*innen frühzeitig zu qualifizieren, um Lernorte rund um Gemüseanbau und nachhaltige Ernährung professionell und langfristig in Schulen zu etablieren.
Vom Projekt zum strukturellen Wandel
Beide Programme folgen einer gemeinsamen Systemlogik: Wenn Ernährungsbildung fester Bestandteil der Pädagog*innen-Ausbildung wird, entsteht langfristige strukturelle Wirkung.
Ziel ist ein Bildungssystem, in dem jedes Kind im Laufe seiner Kita- oder Schullaufbahn die Möglichkeit erhält, den Wachstums- und Wertschöpfungsprozess von Lebensmitteln selbst zu erleben – vom Säen über die Pflege bis zur Ernte und Verarbeitung. Durch diese praktischen Erfahrungen werden nicht nur Wissen, sondern auch Wertschätzung, Selbstwirksamkeit und nachhaltige Handlungskompetenz gefördert.
Fachlicher Austausch auf dem DGE-Kongress
Die Präsentation auf dem DGE-Kongress bot Gelegenheit, erste Evaluationsergebnisse der FachschulAckerdemie zu diskutieren und den Ansatz mit Fachpublikum aus Ernährungswissenschaft, Bildungsforschung und Praxis zu reflektieren.
Für uns ist klar: Die Pädagog*innen-Ausbildung ist ein zentraler Hebel für einen langfristigen Wandel im Bildungssystem – hin zu mehr Naturerfahrung, mehr Lebensmittelwertschätzung und einer nachhaltigeren Ernährungskultur.
Den Systemwandel fest im Blick: die System Change Allianz
Den Systemwandel im Bildungssystem fest im Blick, hat Acker die System Change Allianz ins Leben gerufen: Sie holt progressive Unternehmer*innen, Investor*innen und Stiftungen für den Systemwandel mit ins Beet und unterstützt das Ziel, jedem Kind die Möglichkeit zu geben, Natur zu erleben und sich gesundheitsbewusster zu ernähren. Gemeinsam können neue Wege gegangen und ein größerer Wirkungshebel erreicht werden. Gleichzeitig will die System Change Allianz eine innovative Zusammenarbeit zwischen Sozialunternehmen und Förderpartnern etablieren.