Acker Porträt 05. Dezember 2025

Aller Ehren wert: Vier ehrenamtliche AckerCoach*innen im Portrait

Über 450 AckerCoach*innen haben 2025 über 2.500 Pflanztermine betreut – wir stellen euch vier von ihnen vor. Acker e. V. | Laurent Hoffmann

Ohne unsere ehrenamtlich Engagierten lägen unsere Äcker brach – und das nicht nur am 5. Dezember, dem Tag des Ehrenamts, sondern das ganze Jahr über. Über 450 AckerCoach*innen haben im Jahr 2025 über 2.500 Pflanzungen in Schulen, Kitas und Kindergärten betreut – das sind im Schnitt sechs Pflanztermine pro AckerCoach*in.

Eine grandiose Leistung, die unsere Ehrenamtlichen mit viel Herzblut erbringen: 99% der AckerCoach*innen sind motiviert, die Begeisterung fürs Ackern weiterzugeben – und manch eine*r sogar schon seit sieben Jahren. Wir finden: Das hat ein großes Dankeschön verdient!

Daher geben wir unseren Ehrenamtlichen zum Tag des Ehrenamtes eine Stimme: Vier AckerCoach*innen erzählen euch, warum sie sich ehrenamtlich engagieren, was ihr Lieblingsmoment auf dem Acker war und was sie sich für die Zukunft des Ehrenamts wünschen. Viel Spaß beim Reinlesen!

Virginia (Berlin)

Was machst du, wenn du nicht ackerst?

Referentin für gesunde Landwirtschaft und nachhaltigen Konsum.

Hast du weitere Ehrenämter?

Ich unterstütze diverse Gemeinschaftsgärten, bin im Gartenverband aktiv und engagiere mich für Artenvielfalt. 

Warum engagierst du dich ehrenamtlich als AckerCoachin?  

Ich möchte, dass die Menschen sich wieder mehr mit der Natur verbinden und erkennen, dass eine intakte Umwelt mit viel Grün, frischem Wasser und einer Fülle an Insekten und anderen Tieren essenziell ist. 

Was war dein Lieblingsmoment auf dem Acker?

Ackernde Kinder erklären den Kindern, die neu auf dem Acker sind, dass die gelben Zucchinis keine Bananen sind. :)  

Sven (Rheinland-Pfalz)

Was machst du, wenn du nicht ackerst?

Selbständiger Gemüseanbauberater, Selbstversorger und Nachhaltigkeitsbotschafter.

Hast du weitere Ehrenämter?

Gemeinderat, Vorstand Gesangverein, Vorstandsunterstützung Sportverein, AG Natur-Mitglied der LAG Pfälzer Wald Plus.

Warum engagierst du dich ehrenamtlich als AckerCoach? 

Ich bin davon überzeugt, dass nur die direkte Arbeit in und mit der Natur und der damit verbundene Bezug zu unseren Lebensmitteln langfristig das Bild von Leben, Natur und Gesellschaft in eine gemeinschaftsfreundliche Richtung „geraderücken” können.  Aha-Momente entstehen beim „Machen” – bei Kindern und bei Erwachsenen! 

Was war dein Lieblingsmoment auf dem Acker?  

Aktuell? Ich darf einen Pflegeacker betreuen. Während sich einige Gäste der Einrichtung immer wieder aufs Neue darüber freuen, dass ein „Neuer” mit ihnen an den Beeten steht, fallen ihnen beim Pflanzen, Gießen oder Probieren und Ernten Geschichten aus ihrem eigenen Garten ein. Und dann leuchten die Augen ... 

Sara (Brandenburg)

Was machst du, wenn du nicht ackerst?

Als Dipl. Umweltwissenschafterin und Yogalehrerin, als Mama, Freundin und Nachbarin die Welt ein bisschen schöner ... 

Hast du weitere Ehrenämter?

Ich engagiere mich auch für den OeLaLa e. V. (pädagogischer Gartenbau und BNE). Ansonsten versuche ich mit meiner friedlichen, aktiven Präsenz und Musik, Gutes beizutragen. 

Warum engagierst du dich ehrenamtlich als AckerCoachin? 

Ich engagiere mich als AckerCoachin, weil mir die Gesundheit von Menschen und Natur am Herzen liegt! Seit nunmehr 9 Jahren bin ich an den unterschiedlichsten Lernorten (von Kita und KiFaz über Schule und Uni bis zum GemeinschaftsAcker – von städtisch bis ländlich) aktiv, um meine Begeisterung für Gemüseanbau und ein freudvolles, achtsames Miteinander in der Natur zu teilen. Es macht also Freude und Sinn gleichermaßen! 

Was war dein Lieblingsmoment auf dem Acker?

Besonders berührt bin ich immer wieder davon, wie die Kinder mit all ihrer Lebendigkeit und ihrem Tatendrang zum Acker kommen, und im Laufe der Zeit eine tiefere Verbindung mit ihrem Gemüse aufbauen. Ich erlebe auch Veränderungen zu mehr Teamwork und Rücksichtnahme. Das gibt mir Hoffnung – schließlich sind die Kinder unsere Zukunft! Und es war ein besonderes Highlight, bei einem Lernort-Sommerfest „Yoga am Gemüsebeet” anzubieten. 

Renate (Saarland)

Was machst du, wenn du nicht ackerst?

Rentnerin im „Unruhestand”.

Hast du weitere Ehrenämter?

Ich bin im Vorstand eines Chors. 

Warum engagierst du dich ehrenamtlich als AckerCoachin?

Ich liebe das Gärtnern und die Natur und gebe mein Wissen gerne weiter. 

Was war dein Lieblingsmoment auf dem Acker?  

Ich liebe alle Momente. Aber am liebsten mag ich es, wenn alle Beteiligten so richtig in der Erde wühlen und sich danach über ihre dreckigen Hände freuen! 

Motiviert von so viel Begeisterung und Herzblut? Dann bewirb auch du dich als AckerCoach*in!

Als AckerCoach*in bringst du im Gemüsebeet Kinderaugen zum Leuchten und Erwachsene zum Lächeln. Begleite unsere Lern- und Begegnungsorte durchs AckerJahr und ernte viele unvergessliche Erlebnisse. Tiefgreifendes Gemüsewissen ist zu Beginn nicht zwingend erforderlich, denn auf der umfangreichen Acker-Lernplattform und in unseren kostenlosen Workshops kannst du dir neues Acker-Knowhow aneignen und bestehendes Wissen vertiefen. Zudem erhältst du als AckerCoach*in eine faire Aufwandsentschädigung.

Du möchtest deine Begeisterung für Gemüseanbau teilen und Teil der AckerCoach-Community werden?