Acker News 22. Mai 2026

Dem Bildungswandel Struktur(en) geben: Acker auf dem Deutschen Ernährungstag

Sacha Hübner (rechts, mit Mikrofon), Leiter Corporate & Public Affairs bei Acker, bei einer Diskussion auf dem Deutschen Ernährungstag Acker e. V.

Ernährungsbildung ist wichtig – und trotzdem fehlt oft genau das, was sie langfristig möglich macht: verlässliche Strukturen.

Beim Deutschen Ernährungstag „Lokal vernetzt – regionale Ernährung vor Ort aktiv mitgestalten“, veranstaltet vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gemeinsam mit dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), waren wir eingeladen, unsere Ansätze vorzustellen.

Im gemeinsamen Fachaustausch diskutierten Sacha Hübner (Leiter Corporate & Public Affairs bei Acker), Prof. Dr. Nina Langen (Technische Universität Berlin) und Christina Zurek (Ökomarkt Verbraucher- und Agrarberatung e.V.) konkrete Lösungsansätze für mehr Verlässlichkeit.

Zusammenarbeiten statt Verantwortung abschieben

Dabei wurde deutlich: Verantwortung für gesunde Ernährung darf nicht länger einseitig verteilt sein. In vielen Schulen hängt Ernährungsbildung nach wie vor von einzelnen Lehrkräften oder Eltern ab, die Projekte mit viel persönlichem Einsatz vorantreiben. Doch sobald Förderungen auslaufen oder Zuständigkeiten wechseln, verschwinden Schulgärten und Bildungsangebote wieder aus dem Alltag.

„Es macht müde, Verantwortung für gesunde Ernährung immer nur Eltern zuzuschieben“, brachte es Nina Langen auf den Punkt.

Klar wurde im Austausch auch: Nachhaltige Ernährungsbildung braucht Zusammenarbeit – und geteilte Verantwortung auf allen Ebenen.

Genau hier setzt die GemüseAckerdemie an: als praxisnahes Bildungsprogramm, das Schulen dabei unterstützt, Lerngärten dauerhaft zu verankern – nicht als kurzfristiges Projekt, sondern als Teil der Schulkultur.

Wie das gelingen kann, zeigte auch der Austausch mit einer ehemaligen Lehrkraft, die die GemüseAckerdemie bereits erfolgreich strukturell an ihren Schulen etabliert hat – ein Beispiel dafür, dass langfristige Verankerung möglich ist.

Wir bedanken uns für die lebendige Diskussion, die wertvollen Perspektiven und die Moderation durch Yvonne Ilg vom Bundeszentrum für Ernährung.