Tipps zum Rüeblianbau

Rüeblissimo

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Glücksspiel wie bei Benissimo?

Wir lieben Rüebli. So fest, dass es zum Logo der GemüseAckerdemie wurde. Aber der Anbau scheint ein Glücksspiel zu sein. Muss nicht sein!

Wir helfen euch, damit der Rüeblianbau keine Glückssache bleibt!

Experten-Tipps

Unterstützt von Eveline Dudda, Autorin des Buchs "Spriessbürger".

Tipp #1

Saatgutbänder

Rüebli exakt dort zu säen wo man die Pflanze haben möchte, ist schwierig. Wenn man die Pflanzen zu nahe beieinander wachsen lässt, können sie sich nicht richtig entwickeln und bleiben klein.

Um direkt die richtigen Abstände zu haben, könnt ihr eure eigenen Saatbänder herstellen. Gerade beim Ackern mit wuseligen Kindern lohnt sich das.

Mit diesen Bändern könnt ihr im Winter etwas Vorarbeit für die Rüeblisaat leisten. Sie sind aber kein Muss - auch wir säen sie offen aus. Plant eine Reihe mit Saatband und eine mit offener Saat und beobachtet was besser funktioniert.

Tipp #2

Beet vorbereiten

Rüebli sind besonders bei der Aussaat heikel. Deshalb bereiten wir das Beet für die winzigen Sämchen vor. Danach lassen wir es eine Woche lang ruhen.

Extratipp: Rüebli mögen sandigen Boden. Mischt Sand unter, wenn ihr schwere, feuchte Erde auf eurem Acker habt.

Tipp #3

Aussaat

Aus diesen winzigen Sämchen sollen einmal grosse Rüebli werden. Hier kommen Eveline Duddas Tipps für die Aussaat im Freien.

Extratipp: Eveline nutzt gerne Gesteinsmehl und reibt die Samen darin, bis sie leicht nach Fenchel duften. So werden sie “geweckt”. Gesteinsmehl wirkt auch als Fungizid. Wenn ihr damit arbeitet, müsst ihr eure Atemwege schützen. Das kann beim Ackern mit Kindern schwierig sein.

Viel Spass beim Säen und beobachten!

Tipp #3

Keimlinge pflegen

Eure Rüebli sind aufgegangen? Juhuuuuu!

Nun müsst ihr weiterhin gut nach den Keimlingen schauen. Uns ist dabei wichtig, dass sie so viel Wasser wie nötig, aber so wenig wie möglich erhalten. Denn werden sie einmal mit Giessen verwöhnt, bleiben sie über die ganze Saison davon abhängig.

Ausserdem beginnt jetzt das Vereinzeln, wenn eure Keimlinge zu eng beieinander stehen.

Tipp #5

Möhrenfliegen fernhalten

Die Larven der Möhrenfliege ernähren sich von Rüebli!

Wenn ihr eure Rüebli selbst essen wollt, empfehlen wir euch jetzt etwas gegen die Möhrenfliegen zu unternehmen. Anfang Juni legen die Fliegen ihre Eier in die Jungpflanzen. Nach kurzer Zeit schlüpfen die Larven und fressen sich durch das Fruchtfleisch. Über die Saison hinweg passiert dies drei Mal! Wenn sich auch die dritte Generation an euren Rüebli sattgegessen hat, bleibt oft nicht mehr viel übrig.

Deswegen stellen wir bereits jetzt die Zwiebel-Behälter auf. Der Duft der Zwiebel hält die Fliegen nämlich fern.

Tipp # 6

Ernte und Lagerung

Wir hoffen, dass ihr keine geplatzten Rüebli und eine grosse Ernte habt und diese nun auch lagern möchtet. In diesem Video gibt’s Tipps zur optimalen Lagerung eurer Rüebli:

- Leicht wässern hilft gegen das Aufplatzen
- Kraut entfernen
- Nicht neben Früchte legen
- Im feuchten Tuch in den Kühlschrank aufbewahren
- Im Sand im Keller lagern

Eure Rüebli-Momente